Aber ... glaube


Aberglaube entsteht da, wo ein früher herrschender Glaube von einem neuen Glaubens-paradigma überlagert und verdrängt worden ist: Im Aberglauben erscheinen Glaubensgespenster, die ein Gefühl des Unheimlichen hervorrufen.



Dämonischer Adventskalender (Dezember 2009)

Bis Weihnachten öffnet sich hier im Blog jeden Tag ein Fenster zum vor- und christlichen Aberglauben.  Bei genauerer Betrachtung der Advents-, Nikolaus und Weihnachtsbräuche bekommt man das sichere Gefühl, dass Dämonenjägerin Buffy im Dezember mehr als an Halloween zu tun hat. Hält man sich aber strikt an die von uns zitierten Regeln und Vorschriften, kann nichts passieren beziehungsweise nur Gutes: Man schwimmt in Geld, findet die große Liebe und überlebt das nächste Kalenderjahr.



Dämonischer Adventskalender XXII: Schuh – 22.12.2009


'Jedes Mädchen stellt sich an Heiligabend mit dem Rücken zur Tür und wirft über ihre Schulter einen Schuh in Richtung der Tür. Landet der Schuh mit der Spitze zur Tür, wird das Mädchen im nächsten Jahres heiraten.' Hat man in den graziöseren dämonischen Disziplinen Holunderschütteln (13.12.) und Gänserichgezupftwerden (20.12.) versagt, bleibt also noch das Schuheschmeißen. Wir lernen: Dritte-Wahl-Girls bekommen auch (Dritte-Wahl-)Typen. 



(c) maou-maou




Dämonischer Adventskalender XXI: Hohle Nuss – 21.12.2009


'Leere Walnußschalen werden als kleine Bootchen in eine Schüssel mit Wasser gesetzt, jeder Anwesende platziert sein eigenes Boot. Erreicht das Boot das andere Schüsselende, lebt man weiter, und zwar lange und glücklich, andernfalls – naja.' Praktisch an diesem Brauch ist, dass man keine Eigenverantwortung für sein körperliches und seelisches Wohlbefinden übernehmen muss: Adieu Fitness und gesunde Ernährung, gegen die Nuss hat man eh keine Chance. 





Dämonischer Adventskalender XX: Zupfen – 20.12.2009


'Im Fichtelgebirge und im Frankenwald stellen sich die Mädchen am Christabend im Kreis um einen Gänserich auf. Die Maid, die der Gänserich zuerst zupft, wird im nächsten Jahr heiraten.' Und zum Dank rupft dann die Braut, die nicht mehr der Hafer sticht, weil sie gezupft wurde, nächstes Jahr zu Weihnachten den Gänserich und wird zur Strafe vom Storch ins Bein gebissen.



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Dämonischer Adventskalender XIX: 9 Hölzer – 19.12.2009


'Wer am 24.12. neunerlei Speisen isst, erleidet keinen Schaden, wer aber neunerlei Holz in den Händen hält, sieht plötzlich alle Hexen.' Hier vermuten wir ähnliche Kausalzusammenhänge wie beim Sehen des goldenen Schweinchens (Blogeintrag vom 17.12.): Wer viel isst, fühlt gar nichts mehr, doch wer stattdessen lieber neun verschiedene Hölzer erst in der Hand und dann im Mund hält, sagen wir Betelpalme, Cocastrauch, Alraune, Engelstrompete, Peyote-Kaktus, Hawaianische Holzrose, Sinicuichi, Pagaundo und Kanna – Weihnachten schätzt man ja exotische Genüsse –, der fühlt sich schlagartig nach Halloween Town versetzt. "Eureka! This year, Christmas will be - OURS!" (Jack Skellington) 



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Dämonischer Adventskalender XVIII: Haustier – 18.12.2009

(für Diana Dart)


'Um das Vieh vor dem Verhextwerden zu schützen, muss man ihm über Weihnachten gefährliche Gegenstände wie Messer in die Krippe legen, doppeltes Futter geben, ihm ins Nasenloch blasen, ein Kreuzzeichen über ihm machen und einen Besen vor die Stalltür stellen. Der Stall muss außerdem ausgeräuchert werden.' ––– Also der Katze das Sushimesser ins Körbchen legen, zwei Shebas in den Napf knallen, dem überfressenen Liebling ins Nasenloch blasen, – wenn man aufgehört hat zu bluten, das Kreuzzeichen über ihr machen, sich wieder verbinden, dann die Katze in den Reisekorb sperren, das Blut vom Boden wischen, zwei Aspirin nehmen und schließlich den anderen Katzenkorb mit Sagrotan desinfizieren. Nach diesem Treatment hat man definitiv keine Angst mehr vor Hexen.    





   Wer Silvester in New York verbringt, sollte sich die   Tim-Burton-Ausstellung  im MoMA an-      sehen: Gezeigt wird nicht weniger als das Lebenswerk Burtons, was der "a bit morbid"            findet, ein ebenso treffendes wie unüberraschendes Statement...                                



Dämonischer Adventskalender XVII: Schweinchen – 17.12.2009

Noch einmal ein niedlicher Aberglaube aus Tschechien: 'Wer am 24. Dezember den ganzen Tag über fastet, sieht am Abend das goldene Schweinchen an der Wand.' Eigentlich könnte man das so stehen lassen und sich freuen. Aber jetzt mal im Ernst: Was tun die in Tschechien in den Stollen? Tollkirschipan? Oder liegt es am LSD-Tee? Oder doch an den YSL-Opium-Duftkerzen? Vom Fasten allein bekommt man nicht solche Hallus.








Dämonischer Adventskalender XVI: Geiz – 16.12.2009

'Menschen, die zu Weihnachten keine Geschenke machen, werden bald schon von Armut heimgesucht.' Hinter diesem Aberglauben versteckt sich das prominenteste aller Gespenster: das Gespenst des Kapitalismus. Wer nichts verschenkt, hat nichts gekauft, bekommt zukünftig auch nichts mehr geschenkt, für den wird auch nichts mehr gekauft, der hat die Volkswirtschaft geschädigt,  indem er ökonomisch betrachtet, ineffizient=unfruchtbar gewesen ist, nichts gebracht hat, nur gekostet: Umsatz, Gewinn, Warenproduktion, Arbeitsplätze. Geiz ist eine kapitalistische Todsünde und wer zu Weihnachten keine Geschenke macht, ist einfach kein guter Mensch!




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Dämonischer Adventskalender XV: Abfall – 15.12.2009

'Alle Reste vom Weihnachtsessen, gemeint sind wirklich alle Krümel, Gräten etc., sollen im Garten vergraben werden, im Bereich um die Bäume herum. Damit wird gewährleistet, dass diese im nächsten Jahr reiche Blüte – und damit Früchte – tragen.' (Verbirgt sich hinter diesem Aberglauben eventuell das Konzept des Düngens?) Wer keinen Garten hat, kann die Abfälle im Blumenkasten auf dem Balkon oder im Basilikumtopf in der Küche verscharren.




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Dämonischer Adventskalender XIV: Weites Feld – 14.12.2009

'Beim Spaziergang im Anschluss an das Weihnachtsessen darf kein offenes Feld überquert werden, erst wieder nach der Mitternachtsmesse. Wer gegen diese Regel verstößt, stirbt innerhalb eines Jahres.' Wir lernen für die heutige Zeit: Wer sich auf traditionelle Werte besinnt und aufs Land zieht, der ziehe bitte auch wieder in die Kirche ein. Ängstliche Typen bleiben in der Stadt.




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Dämonischer Adventskalender XIII: H(ol)und(er) – 13.12.2009

'Unverheiratete Mädchen gehen am Heiligabend zu einem Holunderstrauch und schütteln diesen kräftig. Bellt währenddessen ein Hund, so heiratet das Mädchen bald einen Mann, der in der Richtung wohnt, aus der Gebell ertönt' - was für eine wunderbar hysterische Szenerie!








 

Dämonischer Adventskalender XII: Fischschuppen – 12.12.2009

'Beim Weihnachtsessen Fischschuppen unter den Teller oder die Weihnachtsstischdecke legen – das bringt Geld ins Haus. Fischschuppen im Portemonnaie herumgetragen sorgen dafür, dass das Geld im nächsten Jahr nie ausgeht.' 



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Dämonischer Adventskalender XI: Apfel – 11.12.2009

'Im Anschluss an das Weihnachtsessen wird ein Apfel in zwei Hälften geschnitten, quer, am ‘Äquator’ entlang. Sieht man auf den Apfelhälften ein sternförmiges Muster, bedeutet das, dass man sich im nächsten Jahr gesund, munter und vor allem vollzählig wiedersieht, ein Kreuz aber bedeutet Krankheit und Tod.' Äpfel können sehr belastend sein.





Dämonischer Adventskalender X: Aufstehen – 10.12.2009


"Der Aberglaube ist das ungeheure, fast hilflose Gefühl,

womit der stille Geist gleichsam in der wilden Riesenmühle des Weltalls
betäubt steht und einsam." (Jean Paul)



'Alle Familienmitglieder müssen gleichzeitig von Tisch aufstehen, denn wer als letzter aufsteht, überlebt das kommende Jahr nicht.' – So lehrt vormoderne Angst  bürgerliche Tischmanieren...






Dämonischer Adventskalender IX: Knoblauch – 9.12.200


"Durch meine Reisen habe ich meinen Fundus an Aberglauben vergrößert,

ich kenne jetzt jeden einzelnen – und wann immer in meinem Leben

eine kritische Situation eintritt, rotten sie sich alle zusammen
und erheben sich gegen mich." (Sarah Bernhardt)


'Heiligabend-Dämonen-Knigge – Aus Tschechien hören wir Folgendes: Knoblauch gehört zu Weihnachten (wir ergänzen: wie der Vampir nicht), denn er bringt Kraft und Schutz, (wir ergänzen wiederum: die der Vampir nimmt). Man kann ruhig eine ganze Schüssel davon unter den Baum stellen.' (Und dann wieder ordentlich ordentlich Räucherkerzen abbrennen gegen den Knoblauchgeruch und die anderen Dämonen, die uns Weihnachten versauen wollen.)



Foto: Nigel Silcock (von mir bearbeitet, C. F.), Quelle: iStockphoto





Dämonischer Adventskalender VIII: Sitzplatz – 8.12.2009


"Der Abergläubische ist für den Schurken,
was der Sklave für den Tyrannen ist.
Ja mehr noch: der Abergläubische
wird vom Fanatiker beherrscht
und wird selbst zum Fanatiker." (Voltaire)


Für den Heiligabend gibt es eine solche Fülle von abergläubigen Vorschriften, dass wir, damit am 24. alles glatt geht, schon jetzt mit ihrer Verkündigung beginnen: Also: 'Niemand darf mit dem Rücken zur Tür sitzen.' ??? Weil ihm sonst das Christkind ein Messer in den Rücken rammt? Weil man immer mit Bad Santa rechnen muss? [toller Film, unbedingt zu Weihnachten ausleihen!] Weil Knecht Ruprecht, der Krampus, die Buttmandln oder andere Nikolausschergenurückkommen, um einen doch noch einzusacken? Egal, sicher ist sicher: Niemand darf mit dem Rücken zur Tür sitzen.







Dämonischer Adventskalender VII: Putzen – 7.12.2009

"Fear is the main source of superstition,
and one of the main sources of cruelty.

To conquer fear is the beginning of wisdom."
(Bertrand Russell)

'Bis allerspätestens zum 21. Dezember muss das Haus ordentlich aufgeräumt worden sein, weil sonst die Dämonen der Nacht eindringen und die schlechte Hausfrau strafen.' Dieser Glaube aus germanischen Zeiten hat als Aberglaube überlebt und ist tief in den Menschen verwurzelt, wie das selbstverständliche Herausputzen von Haus und Familie für den Heiligen Abend verrät. (Christen und christlich Geprägte müssten die Geburt des Erlösers in einem Stall nicht unbedingt in nanotechnisch-reinem Glanz feiern.) Beim Putzen also bedenken: Das saubere Haus zur Weihnacht steht auf keinem christlichen Fundament. ––– Aber wer will schon Stress mit den Dämonen der Nacht bekommen!


Foto: Claudio Arnese (von mir bearbeitet, C. F.), Quelle: iStockphoto




Dämonenischer Adventskalender VI: Buttnmandln – 6.12.2009

"Aberglaube ist der Hang, in das, was als nicht natürlicher Weise zugehend vermeint wird,
ein größeres Vertrauen zu setzen, als was sich nach Naturgesetzen erklären lässt –
es sei im Physischen oder Moralischen." (Immanuel Kant)


Weitere unheimliche Nikolausbegleiter kennt man im Berchtesgadener Land: die Buttnmandln, das sind wandelnde Reisighaufen mit Horrorfratzen, die exakt das Innenleben derer verkörpern, von denen sie dargestellt werden: pubertierende Jungs, mindestens 16 Jahre alt, aber noch unverheiratet – heute würde man das anders nennen... Warum  Jungs gerne  als Buttmandl verkleidet herumgrölen und die kleinen Geschwister ihrer Freunde in den Schnee schubsen, leuchtet mir unmittelbar ein, weniger, warum  der Heilige Nikolaus sich in so schlechte Gesellschaft begibt.



Christkind, Nikolaus und Buttnmandl





Dämonischer Adventskalender V: Krampus – 5.12.2009


"Der Aberglaub', in dem wir aufgewachsen, verliert,
auch wenn wir ihn erkennen, darum seine Macht nicht über uns."
(Gotthold Ephraim Lessing)



Ich glaube, wenn ich in einer Gegend aufgewachsen wäre, die dem Nikolaus anstelle von Knecht Ruprecht den Krampus beigesellt – Teile Bayerns, Österreichs, Norditaliens, Tschechiens und Ungarns – würde ich heute nicht im Plauderton über das Unheimliche schreiben. Hallo? Was für eine Horrorgestalt ist das denn! Der Krampus verweist nicht wie Knecht Ruprecht auf den Tod, sondern – Überraschung! – auf den Teufel. Deshalb war seine Darstellung in Inquisitionszeiten unter Androhung der Todesstrafe verboten. Da die Menschen aber an ihren regionalen Bräuchen beziehungsweise Ängsten hängen und es im Alpenland wirklich sehr schwer einsehbare Ortschaften gibt, konnte dieser germanisch-katholische Teufel niemals ausgetrieben werden. Jack Skellington hätte sich gar nicht so anstrengen müssen: Es gab schon immer Pendler zwischen Halloween Town und Christmas Town.





Foto: Matthias Kabel, von mir bearbeitet: C. F., Quelle: Wikipedia





Dämonischer Adventskalender IV: Knecht Ruprecht – 4.12.2009


"There is superstition in avoiding superstitions."
(Francis Bacon)


Eine Legende zur Vorweihnachtszeit: Vor ungefähr 150 Jahren drohte in Hermsdorf ein Ehepaar seinem ungezogenen Sohn damit, der Ruprecht werde ihn holen – eine zeit-übliche pädagogische Finte. Weil aber der Junge sich unbeeindruckt zeigte, baten die Eltern einen Nachbarn, bei ihnen zuhause als Knecht Ruprecht verkleidet zu erscheinen und ihren Sohn zunächst tüchtig aus- zuschimpfen, dann in einen Sack zu stopfen und schließlich zum Schein mitzunehmen. Vor dem Haus sollte der Junge dann wieder freigelassen werden. Wie besprochen, erschien am Weihnachtstag der Ruprecht, steckte den Jungen wortlos in den mitgebrachten Sack, die Strafpredigt schien er vergessen zu haben und verschwand mit ihm. Wenig später klopfte es erneut und ein weiterer Knecht Ruprecht erschien, der sich auf die irritierte Nachfrage der Eltern hin als der von ihnen bestellte Nachbar zu erkennen gab. – Der Junge aber blieb für immer verschwunden.




Foto: Chiccodoro,
von mir bearbeitet; C. F.,
Quelle: Wikipedia




Dämonischer Adventskalender III: Räucherkerzen – 3.12.2009


"Ein jeder Aberglaube versetzt uns in das Heidentum."
(Justus von Liebig)



Wenn früher Wacholder- oder Fichtenzweige angezündet wurden – später ging man zu Räucherkerzen über –, dann geschah das nicht im Dienste duftatmosphärischer Behaglichkeit, der viel beschwore- nen ‘Weihnachtsstimmung’, sondern um sich böse Geister vom Leib zu halten. Diese flogen nämlich, als man sich noch nicht in der Weihnachts-, sondern in der germanischen Zeit der Rauhen Nächte befand, unter dem Kommando von Herrn Odin und Frau Holle über die Hüttendächer und begehrten höllisch lärmend Einlass. Wer heute in der Adventszeit ‘Aqua di Parma’-, Aveda-‘Caribbean’-Soja- oder Parks-‘Revitalisation’-Kerzen entzündet – allesamt Pallimpseste der altdeutschen Räucher- männchen –, vollzieht damit ein abergläubisches Ritual und folgt der impliziten Annahme, dass der Weihnachtsfrieden eine instabile Angelegenheit ist, die jederzeit in Terror umschlagen kann.


Foto: André Karwath,
von mir bearbeitet; C. F.,
Quelle: Wikipedia





Dämonischer Adventskalender II: Stollen – 2.12.2009


"Der Aberglauben schlimmster ist,
den seinen für den erträglicheren halten."
(Gotthold Ephraim Lessing
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In einigen ostdeutschen Regionen glaubte man im Mittelalter, dass das Zerbrechenes eines Weihnachtsstollens ein böses Omen sei und den Tod eines nahen Angehörigen oder Freundes verkünde. Spielt man diese Annahme einmal durch, ergibt sich folgende inversive Figur: Ich leite aktiv den biologischen Tod eines noch nicht identifizierbaren lieben Menschen ein, indem ich ihn symbolisch töte, durch fahrlässiges Stollenzerbrechen den Stollen über ihm einstürzen lasse, in den ich ihn doch mit dieser Handlung erst eingeschlossen habe – wow! Bin ich Täter oder nur Orakel? Hätte ich es vermeiden können? Ist der Stollen (Bäcker) schuld oder ich, der ihn schlecht geschnitten hat? Ist der Stollen Todesbotschaft oder -auslöser? Kann ich den Tod überlisten oder gar für immer besiegen, indem ich keinen Stollen ins Haus lasse?


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Foto: Rene Schwietzke,
von mir bearbeitet; C. F.,
Quelle: Wikipedia





Dämonischer Adventskalender I: '1. Dezember' (2009)


"Der Aberglaube ist die Poesie des Lebens."
(Johann Wolfgang von Goethe)
'Am 1. Dezember muss man sich davor hüten, Sachen anzufangen und dann nicht oder nur schlecht zuende zu bringen.' An diesem Tag jährt sich die im Alten Testament beschriebene Zerstörung der Städte Sodom und Gomorrha. Ineffizienz und Schlamperei sind bürger-lich-protestantisch betrachtet Sünde – Sodom und Gomorrha ... und da die Strafe bekanntlich auf den Fuß folgt, ergeht es einem wie – Sodom und Gomorrha: Es regnet Unheil, Zerstörung und Auslöschung. Der 1. Dezember ist der vorhersehbare 11. September: Advents-9/11.